International Rescue Committee (IRC) entsendet Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, um auf den Ausbruch von Ebola in der Demokratischen Republik Kongo (DRK) zu reagieren.

Der Ausbruch, der erstmals am 8. Mai im ländlichen Nordwesten des Landes bestätigt wurde, weitete sich aus, als ein Fall in Mbandaka, einer dicht besiedelten Stadt mit 1,2 Millionen Einwohnern, bekannt wurde. Die Nähe von Mbandaka zu den Hauptverkehrsadern nach Kinshasa und dem benachbarten Congo- Brazzaville erhöht das Risiko einer weiteren Ausbreitung des Virus. Bis zum 18. Mai wurden 45 Fälle, darunter 14 im Labor nachgewiesen, und 25 Todesfälle registriert. Die jüngste Risikobewertung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nennt dies einen Notfall der Stufe 3. Obwohl keine internationale Erklärung vorliegt, betont IRC, dass es wichtig ist, die Lehren aus der Vergangenheit zu ziehen und innerhalb von Tagen, nicht Wochen, zu handeln, um die Ausbreitung der Krankheit einzudämmen.

Michelle Gayer, Direktorin für Gesundheitsprogramme in Notfallsituationen bei International Rescue Committee, sagte: „IRC arbeitet mit der WHO, der Regierung in der Demokratischen Republik Kongo und weiteren NGO-Partnern zusammen, um medizinische, umweltschützende und logistische Teams nach Mbakanda zu entsenden, und die Gesundheitszentren und Krankenhäuser vor Ort zu unterstützen. In enger Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden wollen wir die Beobachtung und Identifizierung von Ebola-Fällen verstärken, Isolierstationen einzurichten und in bestehenden Gesundheitseinrichtungen strenge Behandlungs-,Präventions- und Kontrollmethoden gewährleisten. Wir wollen die Kapazitäten stärken, die dazu beitragen, einen größeren Ausbruch zu verhindern.”

IRC ist ein wichtiger Akteur in der Demokratischen Republik Kongo und war 2014/15 in Westafrika eine der führenden Organisationen im Umgang mit der Ebola-Epidemie. Die Erfahrung, das Fachwissen und die Fähigkeit von IRC, schnell zu mobilisieren, leistet einen wichtigen Beitrag zur Reaktion der internationalen Gemeinschaft auf den Ausbruch.

Die enorme Bedeutung des frühen Eingreifens kann nicht überbewertet werden. Je länger wir darauf warten, eine Gegenmaßnahme auf- und umzusetzen, desto mehr Menschen werden infiziert und desto schwieriger wird es, diesen Ausbruch einzudämmen. Das Leben von Millionen steht auf dem Spiel", sagte Gayer.

Das Versäumnis, politische Realitäten vorherzusehen und sich darauf einzustellen, erschwerte die Hilfsmaßnahmen während des Ausbruchs 2014 in Westafrika. Ein IRC-Bericht von 2016 “The Ebola Lessons Reader” analysiert Ebola-Berichte nach dem Ausbruch 2014. Der Bericht stellt fest, dass trotz der ausführlichen Analysen und den umsetzbaren Erkenntnissen über die Situation, die politischen Aspekte der Länder und die Politik der Vereinten Nationen, der NGOs und der internationalen Entwicklungshilfe nicht ausreichend berücksichtigt wird. Eine frühere Identifizierung dieser Faktoren und angepasste Reaktion, kann das Risiko einer sich ausweitenden Epidemie maßgeblich mindern.

Lesen Sie mehr über die Auswertung der Epidemie im Jahr 2014/2015 in unserem Bericht hier.