Lena Headey, bekannt aus der Serie “Game of Thrones” besucht Deutschland, um die Programme des IRC kennenzulernen und die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Aydan Özoğuz, zu treffen. 

2016 hat Lena Marwa, eine syrische Mutter, das erste Mal kennengelernt. Damals noch in einem Flüchtlingslager auf Lesbos. Das Treffen endete mit einem Versprechen. Beide würden sich wiedersehen, versicherte Lena. Marwa hat nun Asyl in Deutschland gefunden und Lena löste das Versprechen ein.

 Lena und Marwa sehen sich nach knapp 2 Jahren in Deutschland wieder. Foto: Tara Todras-Whitehill /IRC

Lena und Marwa sehen sich nach knapp 2 Jahren in Deutschland wieder. Foto: Tara Todras-Whitehill /IRC

Lenas Wiedersehen mit Marwa war emotional für die Beiden. Lena umarmte Marwa und
sagte, wie sehr sie die Warmherzigkeit von Lena fühle. „Es ist nicht leicht jemanden wie dich zu finden." Nachdem Marwa über ein Jahr lang von ihrem Mann getrennt war, ist die Familie nun wieder vereint. 

Marwas Kinder sprechen bereits Deutsch und Marwa nimmt die Herausforderung an. „Es ist die erste große Aufgabe, die ich meistern möchte. Und ich werde dabei von meinen Kindern lernen", sagte sie.

Ein neues Leben in Deutschland zu beginnen, ist nicht einfach. Die Familie fühlt sich - obwohl erleichtert, dass sie in Sicherheit ist - oft isoliert. Dann finden sie in Deutschland einen außergewöhnlichen Freund, Werner.

 Werner, mit seinem Namensvetter. Foto: Tara Todras-Whitehill /IRC

Werner, mit seinem Namensvetter. Foto: Tara Todras-Whitehill /IRC

Werner und seine Frau Hanna sind ein Fels in der Brandung. Sie haben ihnen Freundschaft, Wärme und Unterstützung angeboten. „Auch wenn wir verschiedene Landessprachen sprechen, die Sprache des Herzens können wir alle", sagte Werner.

Aiman, Marwas Ehemann, ist besonders beeindruckt von Werners Großzügigkeit und Menschlichkeit. „Ich liebe ihn", sagte er. „Ich habe einen Bruder [in Syrien] verloren, aber hier einen neuen bekommen." Als Marwa in Deutschland einen kleinen Jungen zur Welt brachte, hat sie sich auf besondere Weise bei Werner bedankt. „Ich habe mich gefragt, wie kann ich Werner jemals danken?" Dann dachte ich - mein Kind nach ihm zu benennen, ist ein Geschenk, das für immer bleibt." Und so kam Baby Werner zu seinem Namen.

Am nächsten Tag besuchte Lena in Berlin das Programm von IRC, das jungen Geflüchteten Programmiersprachen beibringt. Website-Entwicklung und Softwareprogrammierung sind extrem gefragt auf dem Arbeitsmarkt und gemeinsam mit Devugees werden so Geflüchtete in den deutschen Arbeitsmarkt integriert. Der Kurs dauert in der Regel 12 Monate und die ersten Absolventen haben es bereits Arbeitsverträge abgeschlossen. „Devugees in Aktion zu sehen, zeigt mir, wie Inklusion heutzutage funktioniert kann, sagt Lena "

 Lena im Gespräch mit Teilnehmern des Programmier-Kurses der Devugees. Foto: Tara Todras-Whitehill /IRC

Lena im Gespräch mit Teilnehmern des Programmier-Kurses der Devugees. Foto: Tara Todras-Whitehill /IRC

Der Besuch fand seinen Höhepunkt in einem Gespräch mit Aydan Özoğuz, Bundesbeauftragte für Integration, Migration und Geflüchtete  und geflüchteten Frauen, die in an einem Job-Orientierungskurs teilnehmen, der auf den Einstieg in Pflege- und Erziehungsberufe vorbereitet. IRC arbeitet in Berlin mit Care.com zusammen, um geflüchtete Frauen den Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt zu erleichtern, Möglichkeiten aufzuzeigen und Ängste zu nehmen. Ergänzt wird das Programm durch Deutsch-Konversationskurse.

 Frühstück mit geflüchteten Frauen, Lena und Aydan Özoğuz. Foto: Tara Todras-Whitehill /IRC

Frühstück mit geflüchteten Frauen, Lena und Aydan Özoğuz. Foto: Tara Todras-Whitehill /IRC

Asma, eine Biologielehrerin aus Syrien, hofft, dass jeder eine Chance bekommt.
„Dieser Kurs hat dazu beigetragen, ein besseres Verständnis und mehr Wissen über unsere neue Umgebung und Kultur zu vermitteln. Viele von uns haben studiert. Wir sind gekommen, um etwas beizutragen."

Solche Projekte sind wahnsinning wichtig. Geflüchteten Frauen eine Ankunftsstelle zu geben. Das wird hier wirklich sehr, sehr gut gemacht und sie sind wahnsinnig dankbar dafür.
— Aydan Özoğuz, Bundesbeauftragte für Migration, Flüchtlinge und Integration



Angesichts der Tatsache, dass noch nie in der jüngeren Geschichte so viele Menschen zur Flucht gezwungen waren, muss Europa insbesondere für Schutz und Integration einstehen. Marwa, Asma und die Absolventen der Devugees stehen exemplarisch für die vielen großartigen Talente, die zu uns nach Deutschland kommen.

Du möchtest dich für Geflüchtete einsetzen? Nimm an der unserer aktuellen Kampagne teil, die sich für besonders Schutzbedürftige einsetzt.