Pressemitteilung

Prinz Charles und Herzogin Camilla besuchen geflüchtete Frauen

9. Mai 2019, Berlin – Königlicher Besuch in Berlin: Der Prinz von Wales und die Herzogin von Cornwall besuchten heute im Rahmen ihrer Deutschlandreise ein Projekt zur Integration von geflüchteten Frauen in den Arbeitsmarkt. International Rescue Committee und jobs4refugees bieten die Berufsvorbereitungskurse gemeinsam an.

Ihre Königlichen Hoheiten tauschten sich mit den zwölf Teilnehmerinnen des Kurses über deren Beschäftigungsmöglichkeiten in Deutschland aus. Das royale Paar interessierte sich dabei besonders für die Herausforderungen bei der Jobsuche der Frauen und sprach dazu auch mit fünf ehemaligen Kursteilnehmerinnen.

Prince Charles und Herzogin Camilla haben in der Vergangenheit bereits Projekte zur Unterstützung von Geflüchteten besucht, u.a. in Griechenland, Jordanien und dem Vereinigten Königreich. In Berlin zeigten sich beide beeindruckt von der Arbeit der Organisationen und dem Mut der geflüchteten Frauen. „Der Besuch des Prinzen von Wales und der Herzogin von Cornwall und ihr Interesse an der Arbeit des International Rescue Committee ehrt uns sehr“, bedankt sich Sanj Srikanthan, Europa-Chef von International Rescue Committee. „Wir brauchen mehr Aufmerksamkeit für Projekte, die täglich zu Teilhabe und Integration von geflüchteten Menschen in Deutschland und ganz Europa beitragen“, so Srikanthan.  

Im dem achttägigen Kurs lernen die geflüchteten Frauen mögliche Berufsfelder für einen Arbeitsmarkteinstieg kennen, z.B. durch Praxisbesuche in Krankenhäusern oder Pflegeheimen. Das Programm deckt neben Bewerbungstrainings, Informationen zur Anerkennung von Abschlüssen sowie der Vermittlung an Arbeitgeber über ein Stellenportal auch juristische Aspekte wie Arbeitserlaubnisse und Leistungen durch das Asylbewerberleistungsgesetz ab. Dabei ist neben der Gruppenarbeit im Kurs die individuelle Betreuung der Frauen auch im Nachgang wichtig.

„Wir müssen es schaffen die Geflüchteten dabei zu unterstützen ihre Fähigkeiten, Fertigkeiten und ihre berufliche Motivation herauszuarbeiten, ihnen Wege in den deutschen Arbeitsmarkt aufzeigen und die Hürden auf dem Weg in Arbeit zu überwinden“, erklärt Robert Barr, Gründer und Geschäftsführer von jobs4refugees die Herausforderung für den Staat ebenso wie die Geflüchteten und seine Organisation.

„Gerade bei geflüchteten Frauen gilt es deren besondere Situation zu sehen und die Potenziale zu erkennen. Mit dem Projekt mit jobs4refugees tragen wir nicht nur zur wirtschaftlichen Unabhängigkeit der Frauen bei, sondern stärken damit auch ihre Stellung als treibende Kraft innerhalb der Familie und so die Integration von Männern und Kindern“, sagt Stefan Lehmeier, Programmdirektor bei International Rescue Committee Deutschland.

Die Berufsvorbereitungskurse von jobs4refugees und International Rescue Committee finden im Impact Hub in Berlin Mitte statt, einer Gemeinschaft von Sozialunternehmern, Non-Profit-Organisationen, Initiativen und lokal engagierten Einzelpersonen, die ihre Arbeit sozialen und zivilgesellschaftlichen Innovationen widmen.

Über jobs4refugees

jobs4refugees unterstützt als gemeinnützige Organisation geflüchtete Menschen dabei, die Herausforderungen bei der Arbeitsaufnahme in Deutschland zu überwinden. Die Organisation kommuniziert Arbeitsangebote an rund 22.000 Geflüchtete bundesweit und unterstützt Bewerber*innen und Arbeitgeber*innen während des gesamten Bewerbungs- und Einstellungsprozesses. In Workshops und Coachings bereitet jobs4refugees die Bewerber*innen auf den Berufseinstieg in Deutschland vor. jobs4refugees arbeitet branchenübergreifend mit Unternehmen wie Starbucks, Accenture und Zalando zusammen. jobs4refugees wurde 2016 in Berlin gegründet und hat seit 2017 einen zweiten Projektstandort in Frankfurt am Main.

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Franziska Hirschelmann, Operative Leitung jobs4refugees

Impact Hub, Friedrichstraße 246, 10969 Berlin

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Über IRC

International Rescue Committee (IRC) steht als internationale Hilfsorganisation von Krieg und Krisen betroffenen Menschen zur Seite, um ihr Überleben und den Wiederaufbau ihrer Existenz zu sichern. Seit der Gründung im Jahr 1933 auf Anregung von Albert Einstein leistet die Organisation insbesondere für Menschen lebensrettende Hilfe, die vor Krieg, Verfolgung oder Naturkatastrophen fliehen. Weltweit beschäftigt IRC rund 12.000 Mitarbeitende und ist in über 40 von Konflikten betroffenen Ländern im Einsatz.

In Deutschland ist IRC seit 2016 aktiv – als Reaktion auf die Ankunft von über einer Million Asylbewerbern und Geflüchteten. Schwerpunkte der Programmarbeit sind Bildung, Schutz und Teilhabe sowie wirtschaftliche Integration durch Beschäftigung und finanzielle Unabhängigkeit. Dabei arbeitet IRC mit der Regierung, anderen staatlichen Akteuren und lokalen gemeinnützigen Organisationen zusammen. Derzeit ist IRC Deutschland in elf Bundesländern im Einsatz und erreichte 2018 mehr als 5.000 Menschen.

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