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Pressemitteilung

Die fünf gefährlichsten Länder für Mädchen und junge Frauen

Die fünf gefährlichsten Länder für Mädchen und junge Frauen

7. März 2019, Berlin – Im Vorfeld des Internationalen Frauentags geben Experten des International Rescue Committee (IRC) die fünf gefährlichsten Länder für Mädchen und junge Frauen bekannt. In Niger, Jemen, Bangladesch, im Südsudan und in der Zentralafrikanischen Republik herrschen die größten Gefahren für die dort lebenden Mädchen. In der Analyse wurden folgende Indikatoren berücksichtigt: Kinderehen, jugendliche Geburtenraten, Alphabetisierung, Gewaltraten und Kinderarbeit. Die Daten wurden in den Krisengebieten erhoben, in denen IRC im Einsatz ist. In diesen Ländern bzw. Kontexten sind Mädchen und junge Frauen in besonderem Maße Gewalt, Diskriminierung und mangelnder Chancengleichheit ausgesetzt. IRC fordert die internationale Gemeinschaft auf, ihre Bemühungen zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen in allen humanitären Bereichen zu verstärken.

Die gefährlichsten Orte

IRC verglich die verfügbaren Daten mit den Praxiserfahrungen der Mitarbeitenden, um die Liste der gefährlichsten Länder für Mädchen zu erstellen. Zu den bemerkenswerten Zahlen, die zu den Schlussfolgerungen beitragen, gehören:

  • Rate der Kinderehen in Niger: Über dreiviertel der Mädchen werden vor dem 18. Lebensjahr verheiratet.

  • Geschlechterkluft im Jemen: Seit 2006 belegt der Jemen im Gender Gap Index des Weltwirtschaftsforums stets den letzten Platz.

  • Gewalt gegen Frauen und Mädchen im Südsudan: Bis zu 65% der Frauen und Mädchen sind körperlicher und/oder sexueller Gewalt ausgesetzt. Dieser Prozentsatz zählt zu den höchsten Gewaltraten gegen Frauen und Mädchen weltweit.

  • Mangelnde Sicherheit für Rohingya-Mädchen in Bangladesch: 77% der Frauen und Mädchen im Cox's Bazar Flüchtlingslager fühlen sich unsicher.

  • Hohes Maß an geschlechtsspezifischer Gewalt in der Zentralafrikanischen Republik: Vergewaltigung ist als Kriegswaffe dokumentiert, die von allen involvierten Parteien im seit 2012 wütenden Konflikt eingesetzt wird. 

IRC setzt sich weltweit ein

„Diese beunruhigenden Zahlen zeigen, wie wichtig es für humanitäre Akteure wie IRC ist, Programme anzubieten, die auf die besonderen Bedürfnisse junger Mädchen eingehen“, sagte Nicole Behnam, Senior Director bei IRC für Gewaltschutz. „Sie gehören zu den am stärksten marginalisierten Bevölkerungsgruppen weltweit. Die Bemühungen, sie zu unterstützen und zu stärken, sind lebensrettend – und nicht optional. Bis wir eine echte Gleichstellung der Geschlechter erreichen, werden junge Mädchen am meisten leiden. Das ist inakzeptabel und deshalb setzt sich IRC weiterhin für Veränderungen ein, die das Leben von Mädchen überall verbessern werden.“

„Mit der richtigen Unterstützung und den richtigen Investitionen können wir jungen Mädchen – einer ganzen Generation von zukünftigen Führungskräften – ermöglichen, die Kontrolle über ihr Leben zu übernehmen. Mädchen brauchen Versorgung, die ihren Bedürfnissen entsprechen – ob im Bereich Bildung, Gesundheit oder im Umgang mit Gewalt. Gleichzeitig sollten wir daran arbeiten, die geeigneten Bedingungen für die Gleichstellung der Geschlechter zu schaffen, so dass Mädchen geschätzt werden und sich frei entwickeln können“, so Behnam weiter.

Ein kurzes Video von IRC zu den fünf gefährlichsten Orten für Mädchen findet sich hier: https://rescue.box.com/s/svzyduvswzwgabw6qzw9e006a9iem146

Zudem wird IRC in Zusammenarbeit mit Girl Rising, Citi und HP einen Kurzfilm „Brave Girl Rising“ am Internationalen Frauentag veröffentlichen. Ziel ist es, auf die Bedürfnisse von Mädchen in Krisen und Konflikten aufmerksam zu machen. Der Film handelt von dem Flüchtlingsmädchen Nasro, das durch ein IRC-Programm zum Schutz und Förderung von Frauen in Dadaab, Kenia unterstützt wird. Er wird von Tessa Thompson („Thor: Ragnarok“, „Westworld“, „Men in Black: International“) erzählt und wurde von der Dichterin Warsan Shire geschrieben, abrufbar unter https://girlrising.org/brave.

Die Kombination aus geschlechtsspezifischen Ungleichheiten sowie dem jungen Alter macht es für Mädchen in jeder Krise gefährlich, nicht nur in den fünf von IRC benannten Ländern. Zudem ist sich IRC bewusst, dass sich die Realitäten und Herausforderungen für Mädchen je nach Entwicklung in einer bestimmten Krise täglich ändern können.

Die Abteilung „Gewalt, Prävention und Reaktion“ von IRC führt Programme durch, die Gewalt gegen Frauen, Kinder und andere gefährdete Gruppen verhindern sowie darauf reagieren. IRC-Projekte zum Schutz und zur Stärkung von Frauen laufen in 25 Ländern in Afrika, Asien und dem Nahen Osten. Unter dem Titel „Girl Shine“ arbeitet IRC daran, Widerstandsfähigkeit, Schutz und Selbstbestimmung für Mädchen im Alter von zehn bis 19 Jahren aufzubauen. Sie sollen sicher und gesund sein, Zugang zu Bildung haben, und ein selbstbestimmtes Leben in Gemeinschaften führen, in denen sie geschätzt werden. 

Über IRC

International Rescue Committee (IRC) ist eine internationale Hilfsorganisation. IRC steht von Krieg und Krisen betroffenen Menschen zur Seite, um ihr Überleben und den Wiederaufbau ihrer Existenz zu sichern. Seit der Gründung im Jahr 1933 auf Anregung von Albert Einstein leistet die Organisation insbesondere für Menschen lebensrettende Hilfe, die gezwungen sind, vor Krieg, Verfolgung oder Naturkatastrophen zu fliehen.

In Deutschland liegt der Schwerpunkt auf der Bildung von geflüchteten Kindern und Jugendlichen, dem Schutz vor Gewalt gegenüber schutzbedürftigen Geflüchteten, sowie der wirtschaftlichen Integration durch Beschäftigung und finanzielle Unabhängigkeit.

Mehr über IRC auf IRCDeutschland.de oder auf Facebook.

Kontakt

Cathrine Schweikardt

Leitung Kommunikation Deutschland

International Rescue Committee (IRC) Deutschland

Wallstraße 15 A | 10179 Berlin

Mobil: +49 176 345 71264

E-Mail: Cathrine.Schweikardt@Rescue.org

Die zehn größten Krisen der Welt im Jahr 2019: IRC veröffentlicht Emergency Wachtlist  

Die zehn größten Krisen der Welt im Jahr 2019: IRC veröffentlicht Emergency Wachtlist  

Die zehn größten Krisen der Welt im Jahr 2019: IRC veröffentlicht Emergency Wachtlist  

  • Laut neuen Analysen von IRC ist Jemen 2019 am stärksten von einer humanitären Katastrophe bedroht, gefolgt von der Demokratischen Republik Kongo und dem Südsudan..

  • Konflikte und wirtschaftlicher Zusammenbruch führen zu Lebensmittelknappheit, Vertreibung und einem hohen Bedarf an humanitärer Hilfe.

  • Die zehn Länder mit dem höchsten Krisenpotential machen die Hälfte der Binnenvertriebenen und zwei Drittel der Flüchtlinge weltweit aus. Wahrscheinlich steigen diese Zahlen 2019 weiter.  

Berlin, 14. Januar 2019 – In der Emergency Watchlist 2019 identifiziert International Rescue Committee Länder, die in diesem Jahr am stärksten von humanitären Krisen betroffen sein werden. Diese Rangliste wird von Ländern mit bewaffneten Konflikten dominiert; angeführt vom Jemen, von der Demokratischen Republik Kongo und dem Südsudan, gefolgt von Afghanistan, Venezuela, der Zentralafrikanischen Republik, Syrien, Nigeria, Äthiopien und Somalia.

In diesen Ländern ist die Wahrscheinlichkeit besonders hoch, dass sich die Lage verschlechtert – aufgrund der hohen von Menschen ausgehenden Gefahren wie bewaffneten Konflikten oder Wirtschaftskrisen, von natürlichen Risiken wie Dürren, Überschwemmungen und anderen klimabedingten Ereignissen, der Verletzlichkeit der Bevölkerung sowie der Kapazität des Staates, Krisen selbst zu bewältigen.

Geflüchtete: Mehr als 65% weltweit aus 10 Ländern

Die zehn größten Krisenländer der Welt werden von internen Konflikten dominiert – sei es in weiten Teilen des Landes oder begrenzt auf bestimmte Gebiete. Eine Ausnahme ist Venezuela, wo der wirtschaftliche Zusammenbruch des Landes zu einer solch drastischen Verschlechterung der Lebensbedingungen geführt hat, wie sie sonst nur in Konfliktgebieten zu beobachten sind.

Auch interne und externe Fluchtbewegungen zeigen sich in vielen Ländern als Parallele. Laut UNHCR gibt es 2019 weltweit rund 40 Millionen intern Vertriebene. Die zehn am stärksten betroffenen Länder machen mit fast 22 Millionen rund die Hälfte der Gesamtzahl aus. Zudem kommen mit mindestens 13 Millionen Menschen 65% der über Landesgrenzen hinaus flüchtenden aus diesen Ländern.

Ernährungsunsicherheit ist bei fast allen zehn Staaten ein wichtiger Faktor und verdeutlicht den engen Zusammenhang zu den genannten Konflikten. Im Jahr 2018 waren Jemen, die Demokratische Republik Kongo, Südsudan, Afghanistan, die Zentralafrikanische Republik, Nigeria, Äthiopien und Somalia von Lebensmittelknappheit betroffen. Auch in Venezuela und zeitweise an konfliktbedingt isolierten Orten in Syrien wurde darüber berichtet.

Cholera im Jemen, Ebola im Kongo

Übertragbare Krankheiten beeinflussen ebenfalls die humanitäre Situation in vielen Ländern. Dies zeigt sich insbesondere in Gebieten, in denen politische oder konfliktbezogene Entwicklungen das lokale Gesundheitssystem untergraben haben. Der Jemen befindet sich derzeit im schlimmsten Cholera-Ausbruch der Welt, während die Demokratische Republik Kongo mit dem zweitschlimmsten Ebola-Ausbruch der Geschichte zu kämpfen hat.

In mehreren Ländern auf der Beobachtungsliste wurden kürzlich oder werden im Laufe des Jahres 2019 Wahlen abgehalten, darunter Afghanistan, Bangladesch, die Demokratische Republik Kongo, Libyen und Nigeria. Dies kann zu größerer Instabilität und damit zur Verschlechterung der humanitären Lage führen.

2018 war ein verheerendes Jahr für Millionen Menschen auf der ganzen Welt. Mehr Menschen als je zuvor wurden aus ihren Häusern vertrieben. An vielen der herausforderndsten Orte der Welt werden bewaffnete Konflikte und von Menschen verursachte Krisen das Leben im Jahr 2019 immer schlechter werden lassen.
— Bob Kitchen, Vizepräsident für Notfalleinsätze bei IRC

IIm Rahmen der Emergency Watchlist benennt IRC weitere elf Länder, die ebenfalls als risikoreich und besorgniserregend eingestuft werden: Bangladesch (Cox Bazaar), Kamerun, Irak, Libyen, Mali, Mexiko, Myanmar, Nicaragua, Niger, Pakistan, und Sudan.

Diese Länder sind jedoch unterschiedlichen Risiken ausgesetzt und daher schwer vergleichbar beziehungsweise in eine Rangfolge einzuordnen. So weist Mexiko beispielsweise eine hohe Wahrscheinlichkeit von menschlichen und natürlichen Risiken auf, die Bevölkerung dagegen ist weniger verletzlich und der Staat kann Krisen besser bewältigen Im Gegensatz dazu sind in Niger menschliche und natürliche Risiken weniger wahrscheinlich, die Bevölkerung ist deutlich verletzlicher, gerade auch aufgrund der mangelnden Fähigkeit des Staates, Krisen bzw. Katastrophen selbst zu bewältigen.

Der Bericht zur IRC Emergency Watchlist 2019 ist online einsehbar:

Medienkontakt

Cathrine Schweikardt, Pressesprecherin

Mobil: +49 176 345 71264 I E-Mail: Cathrine.Schweikardt@rescue.org

Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo zweitschwerster der Geschichte

Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo zweitschwerster der Geschichte

Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo zweitschwerster der Geschichte

  • Die Anzahl der Ebola-Fälle ist auf Platz zwei gestiegen, direkt nach dem folgenschweren Ausbruch in Westafrika im Jahr 2014.

  • Der Ausbruch ist nicht unter Kontrolle und dürfte noch mindestens sechs Monate andauern.

Berlin, 29. November 2018 – Die Anzahl erkrankter Menschen im anhaltenden Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo (DRK) stieg heute auf 426. 240 Infizierte starben, was einer Sterblichkeitsrate von 56 Prozent entspricht. Damit sind aktuell mehr Personen erkrankt als 2000/2001 in Uganda. Der aktuelle Ausbruch ist damit der zweitschlimmste der Geschichte, direkt nach der Epidemie in Westafrika 2011 mit mehr als 11.000 Toten. Hilfe wird durch den anhaltenden Konflikt in Nord-Kivu erschwert, wo mehr als 50 bewaffnete Gruppen operieren und sich die Krankheit über 14 Gesundheitszonen ausgebreitet hat.

In den letzten Monaten verhinderten erneute Gewaltausbrüche die erfolgreiche Eindämmung der Krankheit. Hinzu kommt der Widerstand der lokalen Bevölkerung, was die Kontaktaufnahme und Impfungen erschwert sowie den Erfolg weiterer Maßnahmen beeinträchtigt. Die Sterblichkeitsrate liegt bei 56 Prozent – und damit höher als üblicherweise in diesem Stadium eines Ausbruchs. Vor allem wenn man berücksichtigt, dass Medikamente zur Behandlung und Impfstoffe zur Prävention vorhanden sind. Dies verdeutlicht umso stärker, wie schwierig es ist die Krankheit in einer Region wie Nord-Kivu zu bekämpfen.

Michelle Gayer, Senior Director of Emergency Health für International Rescue Committee, sagt:

„Dieser tragische Meilenstein zeigt deutlich die Komplexität und Schwere des Ausbruchs. Während die Zahlen weit von denen Westafrikas im Jahr 2014 entfernt sind, erleben wir, wie die Dynamik von Konflikten eine andere Art von Bedrohung darstellt: Ein langwieriger Ausbruch ist sehr wahrscheinlich, und das Ende ist einfach nicht in Sicht. Der Ausbruch ist noch lange nicht unter Kontrolle, und wird es sehr wahrscheinlich auch nicht in den nächsten sechs Monaten sein. Wir befürchten, dass bei diesem Ausbruch Hunderte weitere Menschen ihr Leben verlieren werden.

Notfalleinsatzteams und Gesundheitspersonal vor Ort kämpfen mit den Auswirkungen jahrelanger gewalttätiger Konflikte. Die Gemeinschaften vor Ort haben Jahre in Unsicherheit gelebt, weshalb sie skeptisch und ängstlich gegenüber Behörden sind. Gefährdete Personen suchen daher nicht immer die Pflege, die sie benötigen. Wir haben auch eine Reihe von vorübergehenden Sperren erlebt, bei denen die Gesundheitsdienste vollständig eingestellt wurden. Die große Zahl der Vertriebenen in der Region – etwa eine Million Menschen – erschwert die Lage zusätzlich: Die Ansteckungsgefahr steigt und die komplexe Arbeit, den Kontakt von Infizierten mit anderen Personen nachzuverfolgen, wird verzögert oder gar unmöglich.

Diese Kombination aus mangelnder Sicherheit, Widerstand der Gemeinschaft und zerstörten Gesundheitsdiensten schafft die optimalen Bedingungen für die Ausbreitung der Krankheit. Die internationale Gemeinschaft muss die Krise weiterhin im Blick behalten. Ansonsten droht eine Abwärtsspirale, die weitere Menschenleben kosten und sich gegebenenfalls über die nationalen Grenzen ausbreiten wird. Einerseits müssen wir mehr Mittel und Ressourcen mobilisieren, andererseits sollten wir die Auswirkungen des langwierigen Konflikts in der Demokratischen Republik Kongo angehen. Wir wollen diesen Ausbruch nicht nur beenden, sondern auch die Gesundheit, das Leben und die Würde der Menschen in der Region schützen und wiederherstellen. Wenn wir das nicht tun, wird die Bevölkerung weiterhin leiden und Quelle zukünftiger Ausbrüche sein, die die internationale Gesundheit gefährden können.”

International Rescue Committee stärkt die Infektionskontrollen in 51 Gesundheitseinrichtungen in Nord-Kivu. Zudem bildet IRC Gesundheitspersonal aus, um Verdachtsfälle zu identifizieren, zu isolieren und zu melden. Über bestehende Teams in der Region arbeitet IRC daran, die Bevölkerung über das Ebola-Virus zu informieren sowie die notwendigen Vorsichtsmaßnahmen und Maßnahmen beim Auftreten von Symptomen aufzuzeigen. Geplant sind zudem spezielle Angebote für Frauen und Mädchen, u.a. um ihren Zugang zu Ebola-Dienstleistungen zu verbessern und sicherzustellen, dass ihre Stimmen und Erfahrungen mit Ebola gehört werden.

Mit mehr als 13 Millionen Menschen, die Hilfe benötigen, ist die Demokratische Republik Kongo eine der komplexesten, chronischsten und ältesten humanitären Krisen der Welt. IRC ist seit 1996 in der Demokratischen Republik Kongo tätig und ein führender humanitärer Akteur in Nord-Kivu. Wir bieten Hunderttausenden von Menschen, die von Konflikten betroffen sind, Gesundheitsversorgung und Schutz, stärken Frauen und setzen uns im Bereich reproduktive Gesundheit ein.

Fotos von IRCs Arbeit in Nord-Kivu stehen über diesen Link zur Verfügung.

Weitere Informationen über unsere Arbeit im Kampf gegen Ebola finden Sie auf unserer Webseite.  

Über IRC

International Rescue Committee (IRC) ist eine internationale Hilfsorganisation. IRC steht von Krieg und Krisen betroffenen Menschen zur Seite, um ihr Überleben und den Wiederaufbau ihrer Existenz zu sichern. Seit ihrer Gründung im Jahr 1933 auf Anregung von Albert Einstein leistet die Organisation insbesondere für Menschen lebensrettende Hilfe, die gezwungen sind, vor Krieg, Verfolgung oder Naturkatastrophen zu fliehen.

In Deutschland liegt der Schwerpunkt auf der Bildung von geflüchteten Kindern und Jugendlichen, dem Schutz vor Gewalt gegenüber schutzbedürftigen Geflüchteten, sowie der wirtschaftlichen Integration durch Beschäftigung und Selbstständigkeit.

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Medienkontakt

Für weitere Informationen, Interviewanfragen, Angaben zu IRCs Projekten oder Bildmaterial wenden Sie sich bitte an:

Cathrine Schweikardt

Pressesprecherin | Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

International Rescue Committee (IRC) Deutschland

Wallstraße 15 A | 10179 Berlin | Germany

Mobil: +49 176 345 71264

E-Mail: Cathrine.Schweikardt@rescue.org

Debatte in Deutschland mitgestalten: IRC lädt zum ersten „Einstein Humanitarian Dialog“ mit David Miliband im Auswärtigen Amt ein

Debatte in Deutschland mitgestalten: IRC lädt zum ersten „Einstein Humanitarian Dialog“ mit David Miliband im Auswärtigen Amt ein

Presseeinladung

Debatte in Deutschland mitgestalten: IRC lädt zum ersten „Einstein Humanitarian Dialog“ mit David Miliband im Auswärtigen Amt ein

  • Podiumsdiskussion zum Thema „Globale Krise der Diplomatie: die Rolle Deutschlands im Kontext von Krieg, Vertreibung und Flucht“ am 4. Dezember 2018 im Weltsaal des Auswärtigen Amts

  • Eröffnung durch Niels Annen, Staatsminister im Auswärtigen Amt

  • Podiumsgäste: Dr. Inge Kaul (Hertie School of Governance), Dr. Daniela Schwarzer (Gesellschaft für Auswärtige Politik), Elmar Brok (Europäisches Parlament) und David Miliband (International Rescue Committee)

Berlin, 26. November 2018 – „Globale Krise der Diplomatie: die Rolle Deutschlands im Kontext von Krieg, Vertreibung und Flucht“ lautet das Diskussionsthema des ersten Einstein Humanitarian Dialogs, der am 4. Dezember 2018 um 18 Uhr im Weltsaal des Auswärtigen Amts stattfindet. Der Dialog ist Auftakt einer neuen Veranstaltungsreihe von International Rescue Committee (IRC) Deutschland.

Staatsminister im Auswärtigem Amt, Niels Annen, eröffnet die Veranstaltung. Danach diskutieren Dr. Daniela Schwarzer (Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik), Dr. Inge Kaul (außerordentliche Professorin an der Hertie School of Governance), Elmar Brok (Mitglied des Europäischen Parlaments) und David Miliband (geschäftsführender Vorstand IRC) zum Thema. Moderiert wird die Diskussionsrunde von Journalistin und Autorin Gemma Pörzgen.

„Ich freue mich außerordentlich darüber zu diskutieren, inwiefern Deutschland die Arbeit des UN-Sicherheitsrats verbessern kann – gerade für die von Krieg und Konflikt betroffenen Menschen“, sagt David Miliband. „Die verheerende Lage sowohl in Syrien als auch im Jemen ist spiegelt symptomatisch die Krise der globalen Diplomatie wider. Mehr denn je braucht die Welt starke Akteure, die sich für die multilaterale Zusammenarbeit und international geltende Regeln zum Schutz gefährdeter Menschen in Konflikten oder Krisen einsetzen.“

Mit dem „Einstein Humanitarian Dialog“ kehrt IRC zu seinen Wurzeln in Deutschland zurück: Albert Einstein, der 1933 aus Deutschland in die Vereinigten Staaten geflohen war, gab noch im gleichen Jahr den Anstoß zur Gründung von IRC. Mit der jährlichen Veranstaltungsreihe will IRC Deutschland eine Plattform schaffen, um die Rolle Deutschlands und der internationalen Gemeinschaft mit Blick auf aktuelle Herausforderungen für von Konflikte und Krisen betroffenen Menschen zu diskutieren.

Die Veranstaltung wird auf Deutsch und Englisch stattfinden, mit optionaler Simultanübersetzung. Für den Einlass in das Auswärtige Amt ist eine Anmeldung bis 30. November 2018 an Cathrine.Schweikardt@Rescue.org erforderlich, zudem muss vor Ort ein Ausweis vorgezeigt werden.

Einstein Humanitarian Dialog 2018

Datum: 4. Dezember 2018, 18.00-19.30 Uhr

Ort: Weltsaal, Auswärtiges Amt, Werderscher Markt 1, 10117 Berlin, Haupteingang K1, Lichthof

Programm

17.00 Uhr Einlass

18.00 Uhr Eröffnungsrede Niels Annen, Staatsminister im Auswärtigen Amt

18.15 Uhr Panel-Diskussion mit Rückfragen aus dem Publikum

  • Dr. Inge Kaul, außerordentliche Professorin der Hertie School of Governance, Global Policy Studies

  • Dr. Daniela Schwarzer, Direktorin der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik

  • Elmar Brok, Mitglied des Europäischen Parlaments 

  • David Miliband, Geschäftsführender Vorstand International Rescue Committee

  • Moderation: Gemma Pörzgen, Journalistin und Autorin

19.30 Uhr Empfang

 

Über IRC

International Rescue Committee (IRC) ist eine internationale Hilfsorganisation. IRC steht von Krieg und Krisen betroffenen Menschen zur Seite, um ihr Überleben und den Wiederaufbau ihrer Existenz zu sichern. Seit ihrer Gründung im Jahr 1933 auf Anregung von Albert Einstein leistet die Organisation insbesondere für Menschen lebensrettende Hilfe, die gezwungen sind, vor Krieg, Verfolgung oder Naturkatastrophen zu fliehen.

In Deutschland liegt der Schwerpunkt auf der Bildung von geflüchteten Kindern und Jugendlichen, der wirtschaftlichen Integration durch Beschäftigung und Selbstständigkeit sowie dem Schutz vor Gewalt von schutzbedürftigen Geflüchteten.

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Cathrine Schweikardt | Pressesprecherin International Rescue Committee Deutschland

Wallstraße 15 A | 10179 Berlin

+49 176 345 71264 | Cathrine.Schweikardt@Rescue.org

UNIQLO verkündet „Cards for Hope“-Kampagne, um das Hilfsprogramm von Sesame Workshop und International Rescue Committee für geflüchtete Kinder im Nahen Osten zu unterstützen 

UNIQLO verkündet „Cards for Hope“-Kampagne, um das Hilfsprogramm von Sesame Workshop und International Rescue Committee für geflüchtete Kinder im Nahen Osten zu unterstützen 

UNIQLO verkündet zusammen mit International Rescue Committee und Sesame Workshop, der gemeinnützigen Organisation der Sesamstraße, eine neue Kampagne, um Aufmerksamkeit für die globale Flüchtlingskrise zu generieren. Sesame Workshop und IRC etablieren ein wirkungsvolles Förderprogramm für geflüchtete Kinder und Familien im Irak, im Libanon, in Jordanien und Syrien.

Jemen: Durch Angriffe auf Al-Hudaidas Hafen droht Hungersnot

Jemen: Durch Angriffe auf Al-Hudaidas Hafen droht Hungersnot

Jemen: Luftangriffe der Koalition aus Saudi-Arabien und VAE auf Al-Hudaida; von IRC unterstützte Gesundheitseinrichtung beschädigt

  • Nächtliche Luftangriffe in der Stadt Al-Hudaida missachten die Waffenruhe. Hunderttausende Zivilisten sind in Gefahr, Millionen wären von einer Hungersnot bedroht, wenn der Hafen zerstört wird. Weitere Angriffe der Koalition könnten eine humanitäre Katastrophe auslösen.

  • in von IRC unterstütztes Gesundheitszentrum wurde beschädigt und musste den Betrieb bis auf weiteres einstellen.

  • Trotz der erschwerten Bedingungen aufgrund der Kämpfe baut IRC Gesundheits-, Ernährungs-, Wasser- und Sanitärdienste in Al-Hudaida und Umgebung weiter aus.

Berlin, 27. Juli 2018 — Ein von Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) geführter Luftangriff in der für den Jemen wichtigen Hafenstadt Al-Hudaida hat über Nacht eine medizinische Einrichtung des Gesundheitsministeriums beschädigt, die vom International Rescue Committee (IRC) unterstützt wird. Die Institution musste ihre Arbeit einstellen. Wichtige medizinische Dienste für eine bereits gefährdete Bevölkerung konnten nicht mehr bereitgestellt werden. IRC übernimmt die Gehaltszahlungen an Hebammen, die schwangere und stillende Frauen in der Einrichtung versorgen sowie Geburtshilfe leisten. Zudem versorgt IRC die Klinik mit wichtigen Medikamenten, medizinischer Ausrüstung und Zugang zu sauberem Wasser. Ohne diese grundlegenden Dienste ist die Bevölkerung von Al-Hudaida dem Risiko einer humanitären Katastrophe ausgesetzt. IRC hatte die Koordinaten der Einrichtung den Koalitionstruppen bekanntgegeben. Der Luftangriff wurde im Wissen durchgeführt, dass es in der Gegend von IRC unterstützte Projekte gibt.

„Alle Parteien sind dafür verantwortlich, den Zugang zu solchen medizinischen Diensten zu gewährleisten und zu schützen. Dennoch haben immer wieder Angriffe durch die Koalition zur Zerstörung wichtiger ziviler Infrastruktur geführt“, sagte Frank Mc Manus, IRC-Landesdirektor im Jemen. „Wenn die Konfliktparteien weiterhin einen verheerenden Krieg in der Stadt Al-Hudaida führen, tun sie dies in vollem Bewusstsein über die Folgen für die Zivilbevölkerung. Sie sind laut internationalem Recht verpflichtet, den Schutz der Zivilbevölkerung und den ungehinderten Zugang des IRC und anderer Hilfsorganisationen zu gewährleisten, um humanitäre Hilfe zu leisten.“

Die Lage im Jemen zählt bereits zu den größten humanitären Krisen der Welt. In Anbetracht der verheerenden Auswirkungen eines Angriffs auf Al-Hudaida auf die humanitäre Lage im Jemen, hatte die von Saudi-Arabien und den VAE geführte Koalition ihren Vormarsch auf die Hafenstadt unterbrochen. Damit gab sie dem UN-Sonderbeauftragten mehr Zeit, eine politische Lösung zur Beendigung der Krise in der Stadt zu verhandeln. Die Luftangriffe, die diese Pause nun verletzten, kamen einen Tag nachdem die Huthi behaupteten, einen Drohnenangriff auf einen zivilen Flughafen in den VAE durchgeführt zu haben. Die Vorbereitungen der Huthi auf Kämpfe in der Stadt verschärfen die Situation für die Zivilbevölkerung zusätzlich. Truppen der Huthi heben Gräben aus, beschädigen damit weiter die Infrastruktur und erhöhen das Risiko eines Cholera-Ausbruchs. Bereits im Jahr 2017 waren 15 Prozent der landesweit eine Million Cholera-Fälle in Al-Hudaida aufgetreten.  

„Nicht nur, dass der städtische Krieg Tausende von Menschenleben gefährdet, wichtige Märkte und Geschäfte zwingt zu schließen und den humanitären Zugang begrenzt. Kämpfe in Al-Hudaida schränken auch den Betrieb des Hafens ein und können Hungersnöte auslösen“, sagt Mc Manus. „Mehr als acht Millionen Jemeniten stehen bereits kurz vor der Hungersnot. 80 Prozent der Nahrungsmittel- und Treibstoffimporte sind abhängig vom Hafen von Al-Hudaida. Schon jetzt werden die Nahrungsmitteleinfuhren in Al-Hudaida im Juli weniger als die Hälfte des Bedarfs für diesen Monat decken. Dass selbst kleinere Störungen des Hafenbetriebs verheerend sein werden, liegt auf der Hand.“

„Selbst wenn der Hafen offenbleibt“, so Mc Manus weiter, „werden wahrscheinlich nur wenige Schiffe bereit sein, anzulegen, solange es einen aktiven Konflikt in der Nähe gibt. Selbst wenn die Schlacht relativ schnell zu Ende gehen sollte, wird es dauern, bis der Hafen seine zentrale Rolle als wirtschaftliche und humanitäre Lebensader für den Jemen wieder ausfüllen kann. Bereits eine einzige beschädigte Gesundheitseinrichtung in der Stadt zeigt, welche schwerwiegenden humanitären Auswirkungen die Kämpfe haben.“

Seit vier Jahren herrscht Krieg im Jemen, der als die größte humanitäre Krise der Welt gilt. 22 Millionen Menschen benötigen Hilfe. Nur die Hälfte der jemenitischen Gesundheitseinrichtungen sind in Betrieb, sowohl in von den Huthi als auch von der Regierung kontrollierten Gebieten. 120.000 Jemeniten wurden bereits durch die Kämpfe in Al-Hudaida und Umgebung vertrieben. Schätzungsweise 250.000 Menschen könnten ihr Leben verlieren. Wer die Stadt verlassen konnte, hat dies wahrscheinlich bereits getan. Die Schwächsten bleiben zurück.

IRC nutze die relative Ruhe, die mit der militärischen „Pause“ einherging, um die Bereitstellung kritischer Dienste in Al-Hudaida und Umgebung wieder in Gang zu bringen: Stationäre Gesundheitseinrichtungen werden unterstützt, mobile Gesundheits- und Ernährungsdienste für die durch die Kämpfe Vertriebenen bereitgestellt. Die letzten 24 Stunden aber zeigen, dass es immer riskanter wird, auf diese Dienstleitungen zuzugreifen. Unterstützt wird die humanitäre Hilfe des IRC im Jemen vom Auswärtigen Amt.

Weitere Informationen zum Jemen: https://www.rescue.org/country/yemen

 

IRC leistet dringend benötigte medizinische Versorgung für Geflüchtete auf beiden Seiten der syrisch-jordanischen Grenze

IRC leistet dringend benötigte medizinische Versorgung für Geflüchtete auf beiden Seiten der syrisch-jordanischen Grenze

IRC leistet dringend benötigte medizinische Versorgung für Geflüchtete auf beiden Seiten der syrisch-jordanischen Grenze

  • IRC initiiert mobile Gesundheitsversorgung an der Grenze zu Jordanien

  • Auch in Quneitra, nahe der Golanhöhen, liefert IRC finanzielle und medizinische Hilfe

  • Aufgrund von Kämpfen muss IRC Hilfsprogramme im östlichen Dar’a einstellen

Berlin, 5. Juli 2018 — Aufgrund neuer Luftangriffe in Südsyrien sind weitere 320.000 Menschen auf der Flucht. Das International Rescue Committee (IRC) verstärkt daher seine medizinische Versorgung auf beiden Seiten der syrisch-jordanischen Grenze. Durch die heftigen Kämpfe in Südsyrien musste die Hälfte der IRC-Mitarbeitenden die Region selbst verlassen und war gezwungen, die Hilfsprogramme im Osten von Dar’a einzustellen.

Schätzungsweise 60.000 Menschen haben aufgrund intensiver Luftangriffe das östliche Dar’a verlassen. Eine mobile Klinik von IRC versorgt Patientinnen und Patienten an der Jaber-/Bassib-Grenze. Teil des Gesundheitsteam sind ein Arzt, eine Krankenschwester und eine Hebamme. In der Grenzregion stellt IRC damit das einzige Fachpersonal zur Gesundheitsversorgung von Müttern.

Das medizinische IRC-Team berichtet, dass die Patientinnen und Patienten extrem unter der enormen Hitze von bis zu 45°C leiden. Die direkte Sonneneinstrahlung, der Wassermangel sowie Wüstenwinde, Skorpione und Schlangen setzen ihnen besonders zu. Die Vereinten Nationen berichten, dass bisher zwölf Kinder an der Grenze verstorben sind.

Schätzungsweise 160.000 Menschen sind aufgrund der Angriffe im Westen von Dar’a in die Quneitra Provinz geflohen. Zwei mobile medizinische Teams erreichen derzeit Geflüchtete, die Zuflucht in vier Orten in der Nähe der Golanhöhen gefunden haben. Die Menschen befürchten weitere Bombardierungen. Aus Zelten haben sie sich einfache Zelte gebaut, um sich vor der Sonne zu schützen. Sanitäranlagen und Strom fehlen. Viele der Kinder leiden an Durchfall und Läusen.

Mark Schnellbaecher, IRC-Vizepräsident für die Nahost-Region, sagt: „Wir erreichen Menschen in einer verzweifelten Situation. Sie brechen in Panik auf und finden sich letztlich an Orten wieder, wo es am Dringlichsten fehlt: Wasser, Unterkünfte, Toiletten. Wir sorgen uns sehr um die Sicherheit von Hunderttausenden Syrerinnen und Syrern, die an der Grenze festsitzen. Die Bombardierungen und Kämpfe müssen sofort aufhören, sodass den Menschen geholfen werden kann.“ 

IRC unterstützt fünf weitere Klinken in Südsyrien. Über 700 Familien in Quneitra erhielten Nothilfe in Form von Bargeldzahlungen in Höhe von 150 US-Dollar, um Wasser, Lebensmittel, oder Unterkünfte zu bezahlen. IRC plant weitere solcher Zahlungen an mehr als 5.000 geflüchtete Familien im Laufe der nächsten Woche. Für besonders verletzliche Familien wird zudem sichergestellt, dass sie die notwendige Hilfe bekommen.

Im Jahr 2017 versorgte IRC mehr als 250.000 Menschen in Südsyrien. 50.000 Menschen erwarben mit Hilfe von IRC ein Einkommen. 1.000 Menschen erhielten die notwendigen Rechtsdokumente. Mehr als 800 Kindern lernten Lesen, Schreiben und Rechnen.