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Was wir tun


Schutz

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Was wir tun


Schutz

International


IRC arbeitet seit über 30 Jahren gemeinsam mit schutzbedürftigen Menschen in Konfliktgebieten an Gewaltvorbeugung und –schutz. Wir richten z.B. Schutz- und Spielräume in Flüchtlingscamps ein, in denen Mädchen und Jungen in einem fürsorglichen Umfeld lernen und sich weiterentwickeln können. In vielen Ländern bringen wir Männergruppen zusammen, um neue Perspektiven auf die Rolle von Frauen und Männern in Gesellschaften zu gewinnen und den Gründen für geschlechtsspezifische Gewalt entgegen zu arbeiten.
 
Dabei geht es uns immer darum, Menschen, die Gewalt erfahren haben, zu unterstützen, die Ursachen von Misshandlung zu bearbeiten und den Respekt für die Würde von Überlebenden wiederherzustellen. Es kommt uns insbesondere darauf an, dass die Betroffenen selbst ein neues Leben aufbauen und einen Wandel in ihrem Umfeld herbeiführen können.

Im Jahr 2015 hat IRC und seine Partnerorganisationen folgende Ziele erreicht:

 

9.525 KinderschutzarbeiterInnen wurden ausgebildet

11.400 Betroffene von geschlechtsspezifischer Gewalt erhielten Zugang zu Betreuung und Beratung

Schutz In Deutschland


Schutz In Deutschland


In Deutschland


IRC Deutschland hat es sich zur Aufgabe gemacht, die in Hinblick auf den Gewaltschutz bestehenden Schwachstellen in Flüchtlingsunterkünften zu identifizieren dafür zu sorgen, dass besonders schutzbedürftige Personen wie Frauen, Kinder und LSBTI* Personen vor (geschlechtsspezifischer) Gewalt, Missbrauch und Ausbeutung geschützt werden.

 

Unterstützung von Flüchtlingsunterkünften

Menschen, die vor Krieg, Verfolgung und Gewalt geflüchtet sind, dürfen in Deutschland nicht erneut Opfer von Gewalt werden. Insbesondere in ihren Unterkünften müssen sie sicher sein und sich sicher fühlen. Seit Juni 2017 arbeiten wir mit der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) und dem Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) zusammen, um in den von ihnen betriebenen Erstaufnahmeeinrichtungen, Notunterkünften und Gemeinschaftsunterkünften den Schutz sowohl der Geflüchteten als auch der Mitarbeitenden zu verbessern. Unsere kostenlose und vertrauliche Unterstützung ist den speziellen Bedürfnisse der jeweiligen Unterkunft angepasste, je nach Bedarf und Interesse unserer Partner*innen organisieren wir Fortbildungen oder beraten zu einzelnen fachlichen Fragen.

Seit Juni 2017 haben insgesamt 111 Mitarbeiter*innen unserer Partner*innen Fortbildungen zu den folgende Themen erhalten:

  • Umsetzung der Mindeststandards zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften
  • Umgang mit Drogenmissbrauch und Gewalt in Flüchtlingsunterkünften
  • Einführung in das Thema Gewalt in Flüchtlingsunterkünften
  • Besonderer Schutzbedarf von LSBTI* Geflüchteten in Flüchtlingsunterkünften

Außerdem haben wir die Einrichtungsleitung zweier Gemeinschaftsunterkünfte (in Dortmund und München) bei der Planung und Durchführung einer einrichtungsspezifischen Risikoanalyse unterstützt, und stehen der Leitung und den Mitarbeiter*innen der Unterkünfte bei allen Fragen mit unserem Rat zur Verfügung.

 

Kooperation mit der Bundesinitiative zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften

Wir arbeiten in enger Kooperation mit der Bundesinitiative zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften unter Führung des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und UNICEF. Als Partnerin der Initiative haben wir uns an der Überarbeitung der von UNICEF und einem Netzwerk von Organisationen aus dem Bereich des Gewaltschutzes entwickelten Mindeststandards beteiligt. Die überarbeitete Version dieser Mindeststandards wurde im Juni 2017 veröffentlicht.

Mit der Unterstützung von Flüchtlingsunterkünften leisten wir einen wichtigen Beitrag, um dem Ziel der Initiative, diese Mindeststandards in allen deutschen Flüchtlingsunterkünften umzusetzen, etwas näher zu kommen.

 

Kooperation mit dem Danish Refugee Council (DRC) zur Erhebung von Daten zum Schutz von afghanischen Migrant*innen

IRC Deutschland ist Teil der Mixed Migration Monitoring Mechanism Initiative (4Mi) des Danish Refugee Council (DRC), welche die Migrationshintergründe und –routen, sowie andere Aspekte (Informationsgrundlagen, Schutzdefizite, Unterstützung auf der Flucht, Erwartungen an das Zielland) von verschiedenen Migrantengruppen abfragt. In Deutschland unterstützt IRC das 4Mi Projekt bei der Erhebung von Daten in der Gruppe afghanischer Zuwanderer.  Das Ziel ist es, die Situation und Bedürfnisse afghanischer Migrant*innen besser zu verstehen, damit humanitäre Organisationen zukünftig gezielter Schutzdefizite erkennen und so bessere Unterstützung leisten können.

In einer ersten Projektphase (September bis Dezember 2017) hat IRC Deutschland vier Interviewer*innen beschäftigt, die Interviews mit afghanischen Neuankömmlingen in Berlin durchgeführt haben. Die Interviewer*innen wurden von IRC Deutschland sorgfältig ausgewählt und mit einem zweitägigen Training auf ihre Rolle als „Mixed Migration Monitor“ vorbereitet. Die Daten wurden im Zeitraum von September bis Dezember 2017 mit insgesamt 88 Interview-Fragebögen erhoben und anschließend durch DRC analysiert. Ein Bericht mit den Ergebnissen aus dieser ersten Projektphase in Deutschland ist hier zu finden.

Aufgrund der hohen Relevanz der erhobenen Daten wurde die 4Mi-Kooperation zwischen IRC Deutschland und dem DRC im März 2017 verlängert. IRC Deutschland beschäftigt nun insgesamt fünf afghanische Interviewer*innen, die bis November 2018 Interviews mit afghanischen Neuankömmlingen im Großraum Berlin und im Großraum Hamburg durchführen werden.