10052015_TJump__Lesvos_010 (1).jpg
10052015_TJump__Lesvos_010 (1).jpg

Was wir tun


Schutz

SCROLL DOWN

Was wir tun


Schutz

International


IRC arbeitet seit über 30 Jahren gemeinsam mit schutzbedürftigen Menschen in Konfliktgebieten an Gewaltvorbeugung und –schutz. Wir richten z.B. Schutz- und Spielräume in Flüchtlingscamps ein, in denen Mädchen und Jungen in einem fürsorglichen Umfeld lernen und sich weiterentwickeln können. In vielen Ländern bringen wir Männergruppen zusammen, um neue Perspektiven auf die Rolle von Frauen und Männern in Gesellschaften zu gewinnen und den Gründen für geschlechtsspezifische Gewalt entgegen zu arbeiten.
 
Dabei geht es uns immer darum, Menschen, die Gewalt erfahren haben, zu unterstützen, die Ursachen von Misshandlung zu bearbeiten und den Respekt für die Würde von Überlebenden wiederherzustellen. Es kommt uns insbesondere darauf an, dass die Betroffenen selbst ein neues Leben aufbauen und einen Wandel in ihrem Umfeld herbeiführen können.

Im Jahr 2015 hat IRC und seine Partnerorganisationen folgende Ziele erreicht:

 

9.525 KinderschutzarbeiterInnen wurden ausgebildet

11.400 Betroffene von geschlechtsspezifischer Gewalt erhielten Zugang zu Betreuung und Beratung

Schutz In Deutschland


Schutz In Deutschland


In Deutschland


Bundesländer und Kommunen standen in den letzten zwei Jahren unter großem Druck, Unterkünfte für Geflüchtete bereitzustellen. In kürzester Zeit wurden Landeserstaufnahmeeinrichtungen, Notunterkünfte und Gemeinschaftsunterkünfte für Tausende von Menschen eingerichtet, erweitert oder neu gebaut. Hierfür werden häufig Gebäude genutzt, die zur Beherbergung von geflüchteten Menschen nicht oder nur kaum geeignet sind. Viele der Mitarbeiter*innen in den Unterkünften haben keine oder nur wenig Erfahrung in der Arbeit mit Geflüchteten und die Belastungs- und Überforderungsgrenzen wurden schnell erreicht. Als Folge dieser Defizite, sowie der räumlichen Enge in den Unterkünften, kam es in der Vergangenheit immer wieder zu gewalttätigen Übergriffen sowie Missbrauch von schutzbedürftigen Personen.

Die Frage nach der Unterbringung Asylsuchender jenseits von Containern, Zelten und überfüllten Massenunterkünften ist inzwischen zu einer Diskussion um die Qualität der Unterkünfte und die Wahrung der Rechte ihrer Bewohner*innen vorangeschritten. Defizite hinsichtlich des Schutzes besonders schutzbedürftiger Personen in Flüchtlingsunterkünften bestehen jedoch weiterhin. Insbesondere Frauen und Kinder sind in Unterkünften gefährdet und können leicht Opfer von (geschlechtsspezifischer) Gewalt, Missbrauch und Ausbeutung zu werden.

Das Menschen, die vor Krieg, Verfolgung und Gewalt geflüchtet sind, in Deutschland erneut Gewalt ausgesetzt sind, ist inakzeptabel. Insbesondere in ihren Unterkünften müssen schutzbedürftige Personen sicher sein und sich sicher fühlen. IRC Deutschland hat es sich deshalb zur Aufgabe gemacht, die Schwachstellen in Flüchtlingsunterkünften zu identifizieren und anzugehen.

Mit einem großen Netzwerk an Partner*innen und unserer umfangreichen Erfahrung in der Arbeit mit Flüchtlingsunterkünften weltweit, möchten wir uns in die Diskussion um die Verbesserung der Qualität der Unterkünfte in Deutschland einbringen, und die Arbeit der vielfältigen in Deutschland bereits tätigen Organisationen und Wohlfahrtsverbände durch unserer Expertise aus dem internationalen Kontext ergänzen.

Wir bieten den Betreibern von Erstaufnahmeeinrichtungen, Notunterkünften und Gemeinschaftsunterkünften eine kostenlose, vertrauliche und den speziellen Bedürfnisse der jeweiligen Unterkunft angepasste Unterstützung an, um den Schutz sowohl der Geflüchteten als auch der Mitarbeitenden zu verbessern. Je nach Bedarf und Interesse unserer Partner*innen organisieren wir Fortbildungen oder beraten zu einzelnen fachlichen Fragen.

Wir arbeiten in enger Kooperation mit der Bundesinitiative zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften unter Führung des Bundesfamilienministeriums. Als Partnerin der Initiative haben wir uns an der Überarbeitung der von Unicef und einem Netzwerk von Partner*innen entwickelten Mindeststandards beteiligt und unterstützen das Ziel, diese Mindeststandards in allen Flüchtlingsunterkünften in Deutschland umzusetzen. Dazu führen wir Schulungen zu den Mindeststandards in Unterkünften durch, sowie themenspezifische Fortbildungen und Workshops, etwa zu den Problemen „Gewalt“ und „Drogenmissbrauch“ in Flüchtlingsunterkünften, oder zu den besonderen Schutzbedürfnissen von LSBTI*-Geflüchteten. Außerdem unterstützen wir die Betreiber*innen von Unterkünften bei der Planung und Durchführung einer einrichtungsspezifischen Risikoanalyse, die Voraussetzung für die Entwicklung eines umfassenden Schutzkonzepts ist, und stehen der Einrichtungsleitung und den Mitarbeiter*innen der Unterkünfte bei allen Fragen mit unserem Rat zur Verfügung.