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Was wir tun


Wirtschaftliche Integration

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Was wir tun


Wirtschaftliche Integration

International


Die eigene Lebensgrundlage zu sichern, sich produktiv in die Gemeinschaft einzubringen, und sich kreativ in Beruf, Beschäftigung oder Selbstständigkeit entfalten zu können sind Schlüssel zu einem selbstbestimmten Leben und gesellschaftlicher Teilhabe. Der deutsche Arbeitsmarkt bietet hierfür ganz besondere Möglichkeiten. Aber auch besondere Herausforderungen, vor allem für jene Mitmenschen, deren (Aus-)Bildungsbiografie anderswo stattfand oder, gerade durch Krieg und Vertreibung, unterbrochen wurde. 

Im Jahr 2015 hat IRC und Partnerorganisationen folgende Ziele erreicht:

 

11.8 Millionen US-Dollar wurden an 75.625 vertriebene Haushalte gezahlt

8.760 Kleinunternehmen wurden unterstützt

1.716 Spar- und Darlehensverbände wurden etabliert und kamen über 38.000 Menschen zugute

Erfahren Sie mehr über unsere internationalen Programme zur wirtschaftlichen Integration

 

In Deutschland

Wenn Geflüchtete nach Deutschland kommen, bringen sie Arbeitserfahrung, viele Talente, immense Lebenserfahrung, interkulturelle Kompetenzen und den Wunsch, die deutsche Sprache zu erlernen, mit. Insgesamt haben knapp drei Viertel der neu angekommenen Geflüchteten keine Ausbildung - nichtsdestotrotz haben 85% einschlägige Berufserfahrung. Oftmals besitzen sie allerdings nicht das richtige Zertifikat oder den passenden Abschluss. Es sind also weniger fehlende Fertigkeiten, sondern vielmehr die fehlende formale Anerkennung der Fertigkeiten, die den Menschen fehlt.

In Zusammenarbeit mit  Partnerorganisationen führen wir Weiterbildungskurse zur Förderung der wirtschaftlichen Integration von Geflüchteten durch. Dazu zählt die Feststellung der Kompetenzen, die Einzelbetreuung und individuelle Karriereplanung. Wir möchten geflüchteten Menschen bis zur erfolgreichen Integration in den deutschen Arbeitsmarkt, direkt oder indirekt, begleiten. Eine umfassende Betreuung, die über die reine Weiterqualifizierung hinausgeht,  bieten wir durch die Vermittlung einer arbeitsmarktorientierten Sprache, durch psychosoziale Betreuung und interkulturelle Kompetenzen. 

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Unsere Arbeitsbereiche

Pflege und Kinderbetreuung
In Orientierungskursen wird geflüchteten Frauen eine Einführung in die rechtlichen und kulturellen Bedingungen des deutschen Arbeitsmarktes vermittelt. Erste Bewerbungsunterlagen werden erstellt und durch Exkursionen wird den Frauen das Arbeitsfeld näher gebracht. Geflüchtete Frauen sind bei dem Einstieg in den Arbeitsmarkt mit besonderen Hürden konfrontiert. Durch die Übersetzung der Kurse und Kinderbetreuung vor Ort werden die Hürden für Frauen minimiert.  

Viele der Geflüchteten, die im Jahr 2015/2016 angekommen sind, haben nun ihr Verfahren abgeschlossen und die ersten Sprachkenntnisse erworben. Der nächste Schritt der Integration stellt die Integration in den deutschen Arbeitsmarkt dar. Da im Bereich Pflege und Erziehung besonders hoher Fachkräftemangel herrscht, bietet dieser Bereich gute Chancen für eine anschließende Anstellung. Der Mangel an qualifizierten Pflegekräften ist zurzeit auf ca. 25.000 bis 30.000 unbesetzte Stellen beziffert. Auf Grund des demografischen Wandels wird diese Zahl in Zukunft weiter steigen. Zudem fehlen Deutschland mehr als 100.000 Erzieher/innen. Mit der besonderen Ausrichtung auf den Pflege- und Erziehungsbereich versucht IRC Deutschland durch Berufsorientierungskurse Interesse bei geflüchtete Frauen zu wecken und eine realistische Vorstellung des Berufs zu vermitteln. So wird ein Beitrag geleistet, dem Mangel an Fachkräften in Deutschland entgegenzuwirken.

Wie läuft die Berufsorientierung genau ab?

In dem zweiwöchigen Kurs (drei Stunden täglich) bekommen die Teilnehmerinnen eine Einführung in die rechtlichen Rahmenbedingungen und den allgemeinen Charakter des deutschen Arbeitsmarktes. Die Teilnehmerinnen lernen durch Exkursionen zu Einrichtungen den Berufsalltag als Erzieherin oder  Alten- und Krankenpflegerin genau kennen. Anschließend werden Möglichkeiten zur Ausbildung oder alternative Wege für den Berufseinstieg in diese Bereiche vermittelt. In individuellen Beratungsgesprächen werden mit den Teilnehmerinnen Lebensläufe erstellt und individuelle Berufsperspektiven erläutert. Damit die Teilnahme am Kurs für alle Frauen möglich ist, wird eine Kinderbetreuung und Sprachübersetzung vor Ort angeboten. Die Teilnehmerinnen werden nach Abschluss durch die kooperierenden Institutionen oder IRC Deutschland nachhaltig betreut. 

Der Kurs wird in Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren der Flüchtlingshilfe durchgeführt. In Berlin leistet Jobs4Refugees einige Inhalte des Kurses und nimmt sicher der individuellen Nachbetreuung der Frauen an. In Bonn wurde der Kurs in Zusammenarbeit mit dem Kommunalen Integrationszentrum Bonn und dem Bonner Institut für Migrationsforschung und interkulturelles Lernen e.V. durchgeführt.  Mit lokalen Kindergärten und Pflegeeinrichtungen steht das Programm in Kontakt, um den Frauen einen schnellen Einstieg zu ermöglichen.   

Seit Beginn des Projektes wurden über 80 geflüchtete Frauen unterstützt. Die Teilnehmerinnen der Kurse kommen aus Syrien, Afghanistan, Libanon, Irak, Libyen, Algerien, Jordanien, Eritrea und Palästina.

 

Informations- und Kommunikationstechnologie
Mit unseren Partnern führen wir Weiterbildungskurse im Bereich Informations- und Kommunikationstechnologie durch. Diese reichen vom zweiwöchigen Kurs zum Erwerb des europäischen Computerführerscheins bis zu einjährigen Ausbildungen zur Programmierer*in oder Webdesigner*in. 

Die Programme konzentrieren sich auf drei Aspekte:

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  1. Job- und Kompetenztraining: Eine Orientierungshilfe für den deutschen Arbeitsmarkt und die Einführung in die IT-Branche und die benötigten Qualifikationen. Die Qualifikationen reichen von grundlegenden Schreib- und Kalkulationsprogrammen bis hin zur Einführung in Programmiersprachen.
     
  2. Zusammenarbeit mit der Wirtschaft: Die Programme arbeiten mit potentiellen Arbeitgebern zusammen, um Praktika zu vermitteln, Schulungen durchzuführen und bewährte Lernmethoden zur Verfügung zu stellen.
     
  3. Wissenstransfer: Das gesammelte Wissen, die Erfahrungen und Erfolgsgeschichten werden mit einem Netzwerk aus Bildungsinstitutionen, politischen Akteuren, Arbeitsagenturen und Unternehmen geteilt.

 

Für mehr Informationen schreiben Sie bitte eine E-Mail an: lina.thillosen@rescue.org